7. Ehemalige Kapelle am Schwarzen Weg :

Grundriss (1958 wieder aufgefunden) und Gedenktafel (1959) der ehemaligen Wallfahrtskapelle der "Schwarzen Mutter Gottes". Basaltlava.

"Bin dunkelfarben wohl, doch rein und schön...". Mit diesen Worten einer dunkelhäutigen oder von Sonne verbrannten jungen Frau aus dem "Hohenlied" der Bibel (damals war das Schönheitsideal die vornehme Blässe) beginnt das Benrather Wallfahrtslied zu Ehren der Schwarzen Mutter Gottes. Nicht immer findet man echte Schönheit oder wahre Güte dort, wo alles blitzblank ist, sondern oft gerade im Dunkeln. So war es auch mit der Verehrung der Schwarzen Mutter Gottes. Sie begann hier vor gut 300 Jahren in dunkler, unsicherer Zeit, in einer für Katholiken schwierigen Gegend. Vielleicht können diese Straße und die Umrisse der alten Kapelle der Schwarzen Mutter Gottes von Benrath uns daran erinnern, dass Gottes Güte und Herrlichkeit besonders in Dunkeln strahlt, dort, wo das Leben sich von seiner schwierigen Seite zeigt. Diese Erfahrung machten Katholiken vor 300 Jahren in Benrath, diese Erfahrung können wir vielleicht auch in unserem Leben machen.