Die Taufbrunnenanlage :

Im linken Seitenschiff entdeckt man die neue Taufbrunnen Anlage von Bert Gerresheim (1987, Düsseldorf). Der Künstler sollte folgende Vorgaben verdeutlichen: die Gegenwart des gekreuzigten und auferstandenen Jesus als Jude im Alter von ca. 30 Jahren und die Gegenwart der ganzen Christenheit bei jeder Taufe – werden wir doch hineingetauft in das Gesamt der Kirche. Und so entstand diese herrliche Taufbrunnen-Anlage: Ein „junger“ Christus, ohne Kreuzesbalken, sich über die Menschen neigend, in der Phase zwischen Tod und Auferstehung, veranschaulicht durch die gemarterten Hände und Füße, die Seitenwunde und die Sprengung der Seile, die das Leichentuch zusammenhalten. Rechts unten auf dem Boden liegen Steine, Nägel und Dornenkrone. Letztere findet sich als Spiegelbild in Form eines silbernen Lorbeerkranzes als Siegeszeichen, eingelassen in den Boden, wieder. Die Kreuzesinschrift ist in Hebräisch, Griechisch und Latein, nach einer mittelalterlichen Tradition insgesamt von rechts nach links geschrieben. Den Taufbrunnen beschreibt der Künstler in einer Werkstattnotiz so: „Das Taufbecken in der Pfarrkirche Herz-Jesu Urdenbach zeigt auf dem Rund seiner Beckenwandung vier Ereignisbilder in Hochrelief, deren fortlaufende Bilderzählung Geschehnisse der Apostelgeschichte vergegenwärtig:
1. Petrus – Predigt der Taufe (Apg. 2,37 ff)
2. Die Taufe des Hauptmanns Kornelius durch Petrus (Apg. 10,23 ff)
3. Die Bekehrung des Saulus (Apg. 9,1 ff)
4. Die Taufe des Saulus durch Ananias (Apg. 9,10 ff)